DAX: Die Lichtblicke häufen sich
Die Konjunktursignale für einen Aufschwung mehreren sich. Das verspricht Rückenwind für den DAX und unser Musterdepot, falls neue Schocks ausbleiben.
Beim DAX geht es abwechselnd vorwärts und rückwärts, in Summe sieht es aber so aus, als könnte der deutsche Leitindex den Ausbruch nach oben aus der mehrmonatigen Seitwärtskonsolidierungsphase bestätigen. Das dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass sich die Lichtblicke aus der deutschen Wirtschaft häufen. Zuletzt hat erneut ein wichtiger Frühindikator die Chance auf eine anziehende Dynamik im laufenden Jahr bestätigt.
Schocks führen zu Dauerrezession
Die deutsche Wirtschaft ist in den letzten Jahren durch mehrere Schocks kräftig durchgeschüttelt worden. Nach unten gekippt ist sie im Jahr 2022 mit dem russischen Überfall der Ukraine und dem anschließenden Energiepreisanstieg. Zaghafte Erholungstendenzen wurden im Nachgang immer wieder durch Rückschläge zunichte gemacht, insbesondere durch Trumps protektionistische Zollpolitik im letzten Jahr. Im Ergebnis sind die BIP-Quartalsraten seit Ende 2022 rückläufig oder bestenfalls leicht positiv und die Industrie verharrt seit 42 Monaten (!) in der Rezession.

Anpassungsprozess bewältigt?
Unternehmen brauchen naturgemäß etwas Zeit, um sich auf eine schockartige Verschlechterung der Rahmenbedingungen einzustellen. Der deutsche Mittelstand gilt aber traditionell als flexibel genug, um den Anpassungsprozess zu bewältigen. Dafür, dass dieser inzwischen größtenteils geschafft sein könnte, spricht der deutsche Industrie-Einkaufsmanagerindex, der sich zuletzt signifikant um 1,6 auf 50,7 Punkte verbessert hat und damit erstmals seit dreieinhalb Jahren die Wachstumsschwelle von 50 Punkten übertroffen hat.
Die Aufhellung der Lage wurde aktuell auch durch den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen bestätigt, der sich mit 58,3 Punkten auf relativ hohem Niveau behauptet hat. Vielleicht noch wichtiger: Der positive Impuls kommt endlich auch beim Index zur aktuellen Lage an, der sich deutlich um 6,8 auf -65,9 Punkte verbessern konnte.
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Fazit
Eine ähnliche Entwicklung gab es einmal Mitte letzten Jahres, das hat Trump mit neuen Zöllen zunichte gemacht. Bleiben ähnliche Schocks nun aus – und sorgt das Supreme-Court-Urteil vielleicht sogar für eine Zolleindämmung –, könnte der Wirtschaft in 2026 tatsächlich die Trendwende gelingen. Das würde auch zusätzlichen Rückenwind für den DAX und auch unser Musterdepot bedeuten und mehr Optionen für die Sektorrotation eröffnen.
Seit seiner Auflage im Juni 1999 hat das Musterdepot des Anlegerbriefs bereits eine Rendite von 3.467 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 366 % gestiegen ist (Stand 23.03.2026, 18:50 Uhr).
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