MARKT-ANALYSE
14.07.2026

DAX: Ausbruch nur verschoben?

Die USA und der Iran haben den militärischen Konflikt wieder aufgenommen, der Ölpreis steigt – doch der DAX hält sich nach einem ersten Schreck relativ gut. Setzen die Anleger auf ein erneut nur temporäres Scharmützel?

Muss die Hoffnung auf eine Entspannung im Irankonflikt nach den neuen Angriffswellen bis auf weiteres begraben werden? Das ist keinesfalls gewiss, denn Trump ändert seine Meinung und seine Statements ja oftmals im Tagesrhythmus. Für den DAX war der Rückschlag auf dem Weg zu einer nachhaltigen Friedensvereinbarung allerdings ein deutlicher Dämpfer. Trotzdem gibt es weiterhin gute Chancen für einen Ausbruch nach oben.

Belastung bislang überschaubar

Die deutsche Wirtschaft hat die Auswirkungen des Irankonflikts bislang halbwegs gut verkraftet. Zwar wurde das Aufwärtsmomentum, das sich zu Jahresbeginn in den Frühindikatoren abgezeichnet hatte, abgewürgt, aber ein erneuter Einbruch wie nach dem russischen Überfall der Ukraine scheint auszubleiben. Das dürfte auch daran liegen, dass der Ölpreisanstieg nur ein relativ kurzlebiges Phänomen darstellte. So war die Notierung bis Anfang Juli schon wieder auf das Vorkrisenniveau gefallen. Ob aus dem kleinen Rebound nach den neuen Attacken wieder eine größere Bewegung wird, bleibt abzuwarten, wir glauben das eher nicht.

Quelle: Deutsche Börse

Anleger sind skeptisch

Die lange Konsolidierungsphase beim DAX, der Iran-Konflikt und die Welle von Gewinnmitnahmen bei heiß gelaufenen Titeln haben die Anleger aber nachhaltig verunsichert. In der letzten Ausgabe des Deutsche Börse Sentiment Index (der leider Ende Juni eingestellt wurde) zeigt sich ein deutlicher Pessimismus bei institutionellen Investoren hierzulande und ein erodierender Optimismus bei Privatanlegern. Und das bei einem DAX-Stand nah am Allzeithoch! In den USA ist das Bild ähnlich. Dort eilt der Dow Jones Industrial von Hoch zu Hoch, trotzdem gab es in der Umfrage der American Association of Individual Investors zuletzt meist mehr Bären als Bullen.

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Fazit

Die geopolitische Lage bleibt fragil und das hat der DAX mal wieder zu spüren bekommen. Trotzdem hat sich am Szenario einer verschobenen wirtschaftlichen Erholung noch nichts geändert. Da Sentimentumfragen zugleich eine recht hohe Skepsis der Anleger anzeigen, liegen die Chancen mutmaßlich eher auf der Upside. Das ist auch für unsere Depotauswahl eine gute Nachricht.

Seit seiner Auflage im Juni 1999 hat das Musterdepot des Anlegerbriefs bereits eine Rendite von 3.499 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 367 % gestiegen ist (Stand 14.07.2026, 16:20 Uhr).

Disclaimer

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