MARKT-ANALYSE
16.03.2026

Zinsen: Noch ist die Lage relativ ruhig

Der Irankrieg richtet den Fokus wieder stärker auf die Inflation und damit auf die Marktzinsen. Noch halten sich die durch den Konflikt ausgelösten Bewegungen in Grenzen – für Aktien und unser Musterdepot ist das eine gute Nachricht.

Die Perspektiven zum weiteren Verlauf des Irankriegs sind unklar, aber zumindest an den Rentenmärkten bringt das die Anleger noch nicht aus der Ruhe. Zwar ist eine gewisse Aufwärtstendenz bei den Renditen erkennbar, kritische Marken werden aber noch nicht überschritten. Das dürfte daran liegen, dass das wahrscheinlichste Szenario für die Wirtschaft verkraftbar ist.

Krieg führt zu moderater Erhöhung der Renditen

Im Februar waren die Renditen von US-Staatsanleihen zunächst auf ein neues Jahrestief abgesackt, was die moderate Entwicklung der US-Inflation und die Chancen auf weitere FED-Zinssenkungen widerspiegelte. Mit dem Irankrieg hat sich das aber geändert, das Marktzinsniveau hat sich im Anschluss wieder erhöht. Die Zinsstrukturkurve hat sich binnen Monatsfrist insgesamt nach oben verschoben, das Ausmaß ist aber moderat und beträgt je nach Laufzeit lediglich zwischen 0,12 und 0,18 Prozentpunkte. Die kritische 5-Prozent-Marke wird am langen Ende noch nicht überschritten.

Kriegsende in den nächsten Wochen?

Hilfreich dabei ist sicherlich, dass der US-Inflationstrend zuletzt moderat war, im Februar lag die Preissteigerungsrate mit 2,4 % erneut auf relativ niedrigem Niveau. Das könnte sich mit dem Irankrieg im März allerdings ändern, denn auch in den USA sind dadurch u.a. die Spritpreise gestiegen. Ob daraus ein nachhaltiger Inflationsschub wird, dürfte vom weiteren Kriegsverlauf abhängen. Die Aussagen der US-Regierung dazu sind diffus, man darf aber US-Präsident Trumps ausnahmsweise mal glauben, dass er den militärischen Konflikt nicht endlos in die Länge ziehen will. Kommt es zu einem Ende in den nächsten Wochen, dürfte das für die Inflationsentwicklung und die Konjunktur noch verkraftbar sein.

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Fazit

Der Irankrieg läuft und da es kein klar definiertes Ziel gibt, ist das Ende offen. Am Rentenmarkt herrscht dennoch relative Gelassenheit. Die Anleger gehen offenbar von einem Ende des Konflikts in den nächsten Wochen und somit nicht ausufernden negativen Effekten für die Inflation und die Konjunkturdynamik aus. 

Tritt dieses „Konsens“-Szenario ein, dürfte auch die Rendite für 30-jährige US-Bonds die kritische 5-%-Marke nicht überschreiten. Dann wäre der Markt mit geringen Schäden davongekommen, was auch für Aktien und unser Musterdepot eine gute Nachricht darstellen würde.

Seit seiner Auflage im Juni 1999 hat das Musterdepot des Anlegerbriefs bereits eine Rendite von 3.266 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 340 % gestiegen ist (Stand 16.03.2026, 17:35 Uhr).

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