DAX: Klappt es dieses Mal endlich?
Der DAX hat zuletzt wieder einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen, dennoch hält er sich nah am jüngst markierten Allzeithoch. Rückenwind könnte von der Konjunktur kommen.
Der Ukrainekrieg mit dem Energiepreis- und Inflationsschock war die große Trendwende für die deutsche Wirtschaft und insbesondere für die Industrie, die in den Rezessionsmodus verfiel und im Nachgang dort verharrte. Es gab in den letzten Jahren zwar mehrere Anläufe, um zurück in den Wachstumsmodus zu finden, doch das geopolitische Störfeuer hat die Erholung mehrfach abgewürgt. Aktuell sieht es so gut aus wie lange nicht, doch hält der gestartete Aufwärtstrend dem Gewürge im Irankonflikt stand?
Trump würgt ersten großen Erholungsversuch ab
Es dauert, bis Unternehmen so markante und belastende Ereignisse wie den Energiepreisschock von 2022 verarbeiten. Die deutsche Industrie befand sich infolgedessen sowohl 2023 als auch 2024 im Rückwärtsgang, bevor sich dann Anfang 2025 eine deutliche Besserung abzeichnete. Dann kam allerdings die Zolloffensive von Trump, die recht explizit auch die deutsche Exportwirtschaft angegriffen hat, und die Wachstumskräfte erlahmten erneut und wichen einer Stagnation.

Ist das die Wende?
Es ist aber nicht so, dass die Unternehmen einfach auf die Weltwirtschaft starren und auf eine Erholung hoffen. Auf mikroökonomischer Ebene finden viele Anpassungsprozesse statt, um auch in dem geänderten Umfeld zurück in den Wachstumsmodus zu finden. Da in jüngster Zeit auch die Bundesregierung den Eindruck erweckt, dass sie zumindest versucht, den Reformstau und die mangelhafte Infrastruktur anzugehen, hat sich die Lage im laufenden Jahr deutlich aufgehellt. So befindet sich der deutsche Industrie-Einkaufsmanagerindex mit zuletzt 54,3 Punkten klar im Expansionsmodus und auf dem höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Flankiert wird das Ganze durch einen positiven Trend in 2026 sowohl in der Eurozone insgesamt als auch in den USA.
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Fazit
Nach einer ungewöhnlich langen und schwierigen Phase könnten sich die Expansionskräfte in der deutschen Industrie im laufenden Jahr endlich wieder durchsetzen, was auch für den DAX, den deutschen Aktienmarkt insgesamt und unsere Depotauswahl eine gute Nachricht wäre.
Leider gibt es noch ein „aber“: Sollten sich die negativen Entwicklungen (insb. Ölpreis), die aus dem ungelösten Irankonflikt resultieren, noch deutlich länger ziehen oder gar verschärfen, könnte das den Trend erneut abwürgen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Seit seiner Auflage im Juni 1999 hat das Musterdepot des Anlegerbriefs bereits eine Rendite von 3.605 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 385 % gestiegen ist (Stand 07.09.2026, 12:10 Uhr).
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